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Rendezvous der Figuren in der Lübecker Altstadt. Das TheaterFigurenMuseum ist eines der wenigen seiner Art weltweit. Rund tausend Theaterfiguren aus mehreren Kontinenten - Europa, Asien, Afrika - und drei Jahrhunderten bezeugen, dass die Puppenspieler es immer und überall verstanden haben, ihren Mitmenschen einen Spiegel vorzuhalten - mit Bauchrednerpuppen ebenso wie mit dem berühmten Kasper, mit Marionetten ebenso wie mit Schattenfiguren, mit Verwandlungspuppen ebenso wie mit mechanischen „Rauchern".

Aber auch Finger-, Stab- und Gliederpuppen finden sich im Lübecker TheaterFigurenMuseum. Es zeigt jedoch nicht nur einzelne Figuren, sondern ganze Theater und alles, was dazu gehört: Plakate, Requisiten, Kulissen, Musikinstrumente. Das französische Guignol-Theater ist ebenso vertreten wie das usbekische Ein-Mann-"Bauchladen"-Theater oder das japanische Bunraku-Theater, in dem eine Figur von bis zu drei Spielern bewegt wird. Zu den "Stars" dieser Sammlung gehören die phantasievollen Schattenspielfiguren Indonesiens, "Moto Rafael, der elektrische Zeichner", der "Hundeclown", der zusammen mit echten Hunden auftrat, oder die "Metamorphosen", technisch raffinierte Verwandlungspuppen - um nur einige wenige zu nennen.

Es ist wohl das größte Museum seiner Art auf der ganzen Welt. Zusammengetragen wurden die Schätze von Fritz Fey, der in einer berühmten Puppenspielerfamilie aufwuchs. Er sammelte Theaterfiguren, wo immer er sie bekommen konnte, begeistert von der Vielfalt ihrer Ausdrucksmöglichkeiten in den verschiedenen Theatertraditionen. 1982 nutzte er die Chance, wenigstens einen kleinen Teil seiner Schätze auszustellen. Die Hansestadt Lübeck und einige Gönner haben ihm dabei geholfen. Heute ist das Museum eine gemeinnützige GmbH, an der auch die Lübecker Possehl-Stiftung beteiligt ist, und mit den Lübecker Museen eng verbunden.

Am Kolk, in einem romantischen Winkel der Lübecker Altstadt ist das Museum in einem 400 Jahre alten Kaufmannshaus zu finden. Auf Anfrage können sich Besucher in deutscher und englischer Sprache durch die Ausstellung führen lassen, auf Jugendliche und Erwachsene wartet ein Museumsquiz, die Nonstop-Videovorführung des Dokumentarfilms „Puppenspiele in aller Welt", eine Fachbibliothek mit etwa 2000 Bänden zum Thema Puppenspiel. In unregelmäßigen Abständen finden Märchenlesungen und Vorträge statt.

Im Museums-Shop sind Souvenirs und Geschenkartikel, wie Puppen aller Art, Plakate, Ansichtskarten von Figuren, Porzellanbecher und Leinentaschen mit Motiven des Figurentheaters zu haben. Im Museums-Café können sich die Gäste zwischen alten sizilianischen Schlenkermarionetten und schauerlichen Moritatentafeln bei Kaffee, Tee, Kuchen oder Snacks entspannen. Und gleich nebenan bietet das Figurentheater Lübeck (vorm. Lübecker Marionettentheater Fritz Fey) die ganze Palette des modernen Puppenspiels für Erwachsene, Kinder, die ganze Familie, von "Rigoletto" bis "Rumpelstilzchen", von "Der kleine Hobbit" bis "Gänschen klein ging allein..."

Mehr Infos erhalten Sie unter www.tfm-luebeck.com.